WIENER STAATSOPER
Wiener Staatsoper
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Wiener Staatsoper Außenansicht

Betrachtet man das Gebäude vom Opernring aus, also von seiner Vorderfront her, so hat man jenen historischen Teil vor sich, der vom ursprünglichen Bau von 1869 erhalten geblieben ist. Die Fassaden sind im Renaissance-Bogenstil gehalten, die Loggia der Ringstraßenseite soll den öffentlichen Charakter des Gebäudes unterstreichen.
 
Brunnen

Rechts und links des Hauses befinden sich die beiden alten Brunnen von Josef Gasser. Sie stellen gegensätzliche Welten dar. Links: "Musik, Tanz, Freude, Leichtsinn", rechts: "Loreley, Trauer, Liebe, Rache".
 
Das Gebäude

Der hintere Teil des zweiteiligen Baus, ist deutlich breiter und enthält die Bühne und die dazugehörigen Räumlichkeiten, der schmälere Vorderteil enthält das Auditorium und dem Publikum zugängliche Nebenräume. Bemerkenswert sind die unterschiedlichen Dachformen: das allseitig gewölbte Dach über dem alle Nebenräume überragenden Kernbau der Anlage, bestehend aus Auditorium und Bühne, die Walmdächer der Quertrakte, die Satteldächer der zweigeschossigen Verbindungsbauten zwischen den Quertrakten und die französische Dächer der Ecktürme.
Die senkrecht auf den Haupttrakt stehenden Querflügel dienten ursprünglich als Wagenvorfahrten. An den Quertraktfronten findet man die Wappendarstellungen der österreichisch-ungarischen Monarchie.
 
Interieur des alten Opernhauses

Betritt man durch eine der Türen der Hauptfront das Kassenvestibül, das in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben ist, so gewinnt man einen unmittelbaren Eindruck vom Interieur des alten Opernhauses, das am 12. März 1945, also knapp vor Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges, zum größten Teil zerstört wurde. In der ursprünglichen Form erhalten blieben die ganze Hauptfront und mit ihr das Hauptvestibül, die zentrale Treppenanlage (deren unterer Teil auch "Feststiege" genannt wird), Schwindfoyer und Loggia sowie der Teesalon im ersten Stock.
  Betritt man durch eine der Türen der Hauptfront das Kassenvestibül, das in seiner ursprünglichen Form erhalten geblieben ist, so gewinnt man einen unmittelbaren Eindruck vom Interieur des alten Opernhauses, das am 12. März 1945, also knapp vor Beendigung der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkrieges, zum größten Teil zerstört wurde. In der ursprünglichen Form erhalten blieben die ganze Hauptfront und mit ihr das Hauptvestibül, die zentrale Treppenanlage (deren unterer Teil auch "Feststiege" genannt wird), Schwindfoyer und Loggia sowie der Teesalon im ersten Stock.
 
wiener Staatsoper Geschichte

Über dreieinhalb Jahrhunderte, bis in die Zeit des Frühbarock, reicht die Tradition der Wiener Opernpflege zurück. Kaiser Franz Joseph I. dekretierte im Dezember 1857, die alten Stadtmauern und Befestigungen um die Wiener Innenstadt abzureißen und einen breiten Boulevard mit neuen Prachtbauten für Kunst und Politik, die Ringstraße, anzulegen. Auch die beiden Hoftheater (ein Sprech- und ein Musiktheater) sollten am Ring einen neuen Platz finden. Für das Kaiserlich-königliche Hofoperntheater wurde ein prominenter Platz im unmittelbaren Bereich des ehemaligen Kärntnertortheaters gewählt. Dieses vom Publikum so geliebte Operntheater aus dem Jahre 1709 wurde aufgrund seiner Beengtheit abgerissen.
Erbaut wurde das neue Opernhaus von den Wiener Architekten August von Sicardsburg, der den Grundplan entwarf, und Eduard van der Nüll, der die Innendekoration gestaltete. Aber auch andere bedeutende Künstler hatten mitgewirkt: man denke nur an Moritz von Schwind, der die Fresken im Foyer und den berühmten "Zauberflöten"-Freskenzyklus in der Loggia malte. Die beiden Architekten erlebten die Eröffnung "ihres" Opernhauses nicht mehr. Der sensible van der Nüll beging Selbstmord, da die Wiener das neue Haus als stillos abqualifizierten, sein Freund Sicardsburg erlag wenig später einem Schlaganfall.
 

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